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 Junge Waldorf-Philharmonie Süddeutschland | Werke


Werke 2011

Eine musikalische Reise durch Europa...


Gioacchino Rossini

Gioacchino Rossini (1792-1868)

Ouvertüre zu Semiramide

Gioacchino Rossini, der Sohn eines Trompetenspielers und einer Sopranistin war, genoss eine musikalische Erziehung. Schon früh bekam er Cembalo und Violin unterrichtet. Nachdem er 1810 das Konservatorum verlassen hatte, entstanden in seinen frühen Jahren als Komponist viele komische Opern, doch ab 1816 wandte er sich den ernsten Opern zu. Dies hing mit seiner Verbindung zur berühmten dramatischen Sopranistin Isabella Cobran zusammen. Diese sang auch die Titelfigur in Rossinis Oper Semiramide, die babylonische Königin, welche mit Schuld am Tod ihres Mannes trägt und sich später in ihren verlorenen Sohn verliebt. Die Ouvertüre zu Semiramide ist eine der belibtesten von Rossini. Auf die rythmische Eröffnung folgt ein Andantino für vier Hörner, eine Wiederholung mit sizzicato der Streicher und ein lebhaftes Allegro zum Schluss hin.


Richard Strauss (1864-1949)

Hornkonzert Nr.1, Es-Dur, op.11

1. Allegro
2. Andante
3. Rondo.Allegro

Richard Strauss wurde am 11. Juni 1864 in München geboren. Angeregt durch das Aufwachsen im musikerfüllten Elternhaus begann er schon im Alter von 6 Jahren selbst zu komponieren.
Sein Vater Franz Strauss, der 1. Hornist am Königlichen Hoforchester München war, prägte sein kompositorisches Schaffen in den ersten Jahren besonders. So widmete er ihm das erste Hornkonzert, welches er als 18-jähriger junger Musiker komponierte. Da sein Vater viel daran gesetzt hatte ihn vor den Einflüssen aus der „Neuen Deutschen Schule“ um Franz Liszt und Richard Wagner zu bewahren, ist das Konzert stilistisch eher konservativ geschrieben.
Dreiklangsmotive und Echoeffekte bestimmen den Verlauf dieses virtuosen Hornkonzerts, das vom Solisten alle technischen Finessen verlangt. Nicht nur die Wahl des Soloinstruments an sich, sondern auch die Kompositionsweise lässt dabei stets an ein Jagdstück erinnern.


Edvard Grieg (1843-1907)

Peer Gynt Suite Nr. 1, op.46

1. Morgenstimmung (Allegretto pastorale)
2. Åses Tod (Andante doloroso)
3. Anitras Tanz (Tempo di Mazurka)
4. In der Halle des Bergkönigs (Alla marcia e molto marcato)

Edvard Grieg wurde am 15. Juni 1843 in Bergen, Norwegen als Sohn einer erfolgreichen Pianistin geboren. Von ihr erhielt er bereits im Alter von 6 Jahren ersten Klavierunterricht und begann mit 9 Jahren zu komponieren. Nachdem er Henrik Ibsen 1866 in Rom kennen gelernt hatte, beauftragte dieser ihn mit der Komposition zu seinem Theaterstück Peer Gynt. Im Anschluss an eine erfolgreiche Uraufführung im Jahre 1876 stellte Grieg aus der Begleitmusik zum Theaterstück die zwei Peer-Gynt Suiten zusammen. Sie gehören heute zu den bekanntesten romantischen Orchesterstücken und sind in den Medien oftmals zu finden, da sie als Inspiration in der Filmmusik und Werbung immer wieder aufgegriffen werden.


Pjotr Iljitsch Tschaikowsky (1840-1893)

Romeo und Julia - Fantasie Ouvertüre

1. Andante non tanto, quasi moderato
2. Allegro giusto
3. Epilog: Moderato assai

Die Idee zu Tschaikowskys Fantasie Ouvertüre Romeo und Julia stammt nicht wie man vermuten mag von dem Theaterstück von William Shakespeare, sondern vom Tonsprache-Stück „Roméo et Juliette“ von Hector Berlioz. Berlioz war nach Russland gereist und hatte bei Tschaikowskys Mentor, Milik Alexejewitsch Balakirew, damit großen Eindruck hinterlassen.
Nach dieser Begegnung motivierte Balakirew Tschaikowsky sich an Berlioz Oper zu orientieren und den Shakespeare- Stoff als Vorlage für ein eigenes symphonisches Werk zu nehmen. So wurde Balakirew Impulsgeber von Tschaikowskys Fantasie Ouvertüre. Er schickte Tschaikowsky sogar Vorschläge für die Einleitung, die dieser dann allerdings nicht umsetzte.
Man hört heute statt einer Einleitung, in der man laut Balakirew schon das Klirren der Schwerter hören solle, eine Allegro- Einleitung, der ein russisches Kirchenlied zugrunde liegt. Die beherrschenden Themen des Hauptteils sind auf der einen Seite die verfeindeten Adelsgeschlechter der Hauptfiguren, welche die beiden zu trennen versuchen und auf der anderen Seite natürlich die Liebe zwischen Romeo und Julia, die sie verbindet.